Ergotherapie

Ergotherapie ist eine medizinisch - therapeutische Behandlung. Sie verfolgt das Ziel, Ihre Bewegungen und Ihre bisherigen Tätigkeiten  zurückzugewinnen, zu erhalten oder zu kompensieren, so dass Sie die grösstmögliche Selbstständigkeit im Alltag leben können.

 

Ergotherapie wird von einem Arzt oder Psychiater verordnet und gehört in die Pflichtleistung der Krankenkassen (Grundversicherung) und Sozialversicherungen.

Ergotherapie in der Orthopädie

Ergotherapie Praxis Cordula Priller Rheinfelden Schweiz CH

Das Ziel der Ergotherapie im Fachbereich Orthopädie ist eine Wiedergewinnung bzw.  ein Erhalt von physiologischen- / funktionellen Bewegungen und Fertigkeiten.  Es werden Menschen mit Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates behandelt. Diese Einschränkungen können angeboren, durch Unfälle verursacht oder durch chronische Erkrankungen hervorgerufenen sein. 

      

Diagnosen und Krankheitsbilder z.B.:

  • Funktionsstörungen durch Verletzungen der Knochen, Muskeln, Sehnen und Nerven 
  • Krebserkrankungen: z.B. Tumore der Knochen
  • Bewegungseinschränkungen nach Amputationen
  • Entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen: z.B. Rheuma, Arthrose
  • Angeborene Fehlbildungen: z.B. des Rumpfes und der oberen Extremitäten
  • Beeinträchtigungen infolge von Verbrennungen
  • Erkrankungen der Wirbelsäule

 

Individuelle Therapieinhalte in der Ergotherapie:

  • Bewegungsabläufe, Koordination
  • Gleichgewicht, Haltung
  • Kraft- und Belastungsaufbau
  • Bewegungsausmass der Gelenke
  • Gebrauchshand umtrainieren
  • Narbenbehandlung
  • Grob- und Feinmotorik
  • Sensorik 

Ergotherapie in der Neurologie

Ergotherapie Praxis Cordula Priller Rheinfelden Schweiz CH

Die Ergotherapie behandelt in der Neurologie Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Diese können Funktionseinschränkungen wie Lähmungen, Sensibilitätsstörungen oder kognitive Beeinträchtigungen zur Folge haben.

 

Diagnosen und Krankheitsbilder z. B. :

  • Schlaganfall
  • M. Parkinson,
  • Multiple Sklerose
  • Schädel-Hirn-Verletzungen

Individuelle Therapieinhalte in der Ergotherapie: 

  •  Wiederherstellung, Erhalt und Verbesserung funktioneller Bewegungen, Bewegungsmuster und Fertigkeiten d. h. Grob- und Feinmotorik, Gleichgewichtsfunktionen, Koordination, Tonusregulation, Körperwahrnehmung
  • Geistige Funktionen: u. a. Sprache, Gedächtnis, Konzentration,  Aufmerksamkeit, Lern- und Merkfähigkeit, Planungs- und Handlungsfähigkeit.
  • Psychische Funktionen: u. a. Persönlichkeit, Verhalten, Antrieb, Affekt, Emotionen.
  • Training von Kompensationsstrategien zur selbstständigen Alltagsbewältigung 

Ergotherapie in der Geriatrie

Ergotherapie Praxis Cordula Priller Rheinfelden Schweiz CH

Menschen in dieser Altersgruppe sind meist durch eine Multimorbidität (Mehrfacherkrankung) eingeschränkt. Die Ergotherapie arbeitet mit dem Ziel, die  größtmögliche Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten bzw. wiederzuerlangen. In der Geriatrie wird nicht nur individuell, sondern zusätzlich aus den neurologischen- psychiatrischen- und / oder orthopädischen Bereichen (siehe oben) behandelt.

 

Diagnosen und Krankheitsbilder z. B. :

  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson
  • Demenz
  • Multiple Sklerose
  • Diabetes
  • Rheuma
  • Arthrose
  • Folge nach Stürzen / Operationen
  • Altersdepression

 

Individuelle Therapieinhalte in der Ergotherapie: 

  • Mobilität (Beweglichkeit, Kraft- und Belastungsaufbau), · Sturzprävention
  • Strukturierung Tagesablauf
  • Hirnleistungstraining: Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration, Orientierung 
  • Hand- Fingerbeweglichkeit 
  • Hilfsmittelberatung und Training: Anleitung zur Selbsthilfe beim Essen und Trinken, Körperpflege und Bekleidung, Fortbewegung sowie Kommunikation für größtmögliche Unabhängigkeit
  • Selbstständigkeitstraining (individuell an die Lebenssituation angepasst)
  • Sensorik

Ergotherapie in der Psychiatrie

Ergotherapie Praxis Cordula Priller Rheinfelden Schweiz CH

Im diesem medizinisch - therapeutischen Fachbereich behandelt die Ergotherapie Patienten aller Altersstufen. Sie befasst sich mit verschiedenen psychiatrischen und psychosozialen Störungen und Beeinträchtigungen. 

 

Diagnosen und Krankheitsbilder z. B. :

  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Demenzielle Syndrome und Mehrfacherkrankungen im meist höherem Lebensalter
  • Entwicklungs- und Verhaltensstörungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Affektiven Störungen wie Depressionen und Manien

 

Individuelle Therapieinhalte in der Ergotherapie: 

  • Psychische Grundleistungsfunktionen (z. B. Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer)
  • Kognitive Funktionen (z. B. Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit)
  • Emotionale Kompetenzen (z. B. psychische Stabilität, Gefühle ausdrücken, Erlebnisfähigkeit)
  • Realitätsbezogene Selbst- und Fremdwahrnehmung (Nähe zulassen, Grenzen abstecken)
  • Positives Selbstbild, Selbstvertrauen
  • Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit
  • Flexibilität und Selbstorganisation
  • Situationsgerechtes Verhalten
  • Lebenspraktische Fähigkeiten und Entwicklung von Strategien zur Selbstfürsorge, Selbstversorgung und Selbstständigkeit

Ergotherapie in der Pädiatrie

Ergotherapie Praxis Cordula Priller Rheinfelden Schweiz CH

Ergotherapie kommt bei Kindern und Jugendlichen zum Einsatz, wenn sie in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind und damit eine Beeinträchtigung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben droht, oder bereits besteht.

 

In der Ergotherapie werden keine schulischen Inhalte gelernt. Im Zentrum steht die Verbesserung von Basisfähigkeiten wie Wahrnehmung, Koordination der Motorik wie auch Feinmotorik, Konzentration, Strukturierungsfähigkeit und die Bereitschaft sich auf unbekannte Tätigkeiten einzulassen.

 

Anhand der ärztlichen Diagnose (bei F 82 mit Scoreblatt vom Arzt) und der ergotherapeutischen Anamnese (Befunderhebung) wird die Behandlung individuell gestaltet.

 

 

Individuelle Therapieinhalte in der Ergotherapie (Beispiele):

  • Alltagsaktivitäten: Anziehen, spielen, aufräumen
  • Körpermotorik und Sinneswahrnehmung: Gleichgewicht halten, fühlen und tasten, Kraft dosieren, fangen und werfen, Fein- und Schreibmotorik, Koordination
  • Kognition: Konzentration und Aufmerksamkeit bei den Hausaufgaben, Planen einer Aufgabe und diese kontrollieren, Lesen und Verstehen, selbstständiges Üben
  • Emotion- und Sozialkompetenz: Regeln einhalten, abwarten können, Kommunikation, mit eigenen Gefühlen umgehen können